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	<title>Burnout &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Burnout ist ein berufsbedingtes Problem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 01:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Schattenarmee der Überanstrengten ist riesig. Anna Katherina Schaffner weiß: „Erschöpfung im Allgemeinen und Burnout im Speziellen gehören zu den vorherrschenden Epidemien unserer Zeit. Weil unser Leben und Denken tendenziell von unserem Berufsleben dominiert wird und sich viele Menschen sowieso fast alle wie Arbeit anfühlt – auch unsere Beziehungen, unsere persönliche Entwicklung und unsere Sorge um den Zustand der Welt –, ist Burnout zu den intensivsten thematisierten Erschöpfungssyndrom der Gegenwart geworden.“ Genaugenommen ist Burnout ein berufsbedingtes Problem – ein Erschöpfungszustand, der von chronischem Arbeitsstress verursacht wird. Auch wenn uns die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schattenarmee der Überanstrengten ist riesig. Anna Katherina Schaffner weiß: „Erschöpfung im Allgemeinen und Burnout im Speziellen gehören zu den vorherrschenden Epidemien unserer Zeit. Weil unser Leben und Denken tendenziell von unserem Berufsleben dominiert wird und sich viele Menschen sowieso fast alle wie Arbeit anfühlt – auch unsere Beziehungen, unsere persönliche Entwicklung und unsere Sorge um den Zustand der Welt –, ist Burnout zu den intensivsten thematisierten Erschöpfungssyndrom der Gegenwart geworden.“ Genaugenommen ist Burnout ein berufsbedingtes Problem – ein Erschöpfungszustand, der von chronischem Arbeitsstress verursacht wird. Auch wenn uns die Glücksindustrie etwas anderes weismachen will, zeigen Untersuchungen, dass suche Zustände in der Mehrheit der Fälle nicht an mangelhaften Bewältigungsstrategien der Betroffenen liegen. Die Wurzeln des Problems reichen tief in unsere Arbeitswelten. Anna Katherina Schaffner ist Kulturhistorikerin und zertifizierter Burnout-Coach. <span id="more-6234"></span></p>
<p><strong>Es gibt fünf Hauptursachen für einen Burnout</strong></p>
<p>Anna Katherina Schaffner stellt fest: „Die fünf Hautpursachen für einen Burnout sind unfaire Behandlung am Arbeitsplatz, ein nicht zu bewältigendes Arbeitspensum, fehlende Rollenklarheit, Kommunikationsdefizite und unangemessener Arbeitsdruck.“ Auch wenn Kontrolle und Handlungsmöglichkeiten fehlen oder unterschiedliche Werte aufeinanderprallen, kann das zu einem Burnout führen. Im Hintergrund steht häufig, dass bei der Arbeit unsere Würde missachtet wird oder wie zu wenig Wertschätzung bekommen.</p>
<p>Einen Burnout erleiden die meisten Menschen also nicht, weil sie nicht angemessen mit Stress umgehen können, sondern weil die Strukturen, in denen sie sich bewegen, sie krank machen. Anna Katherina Schaffner fügt hinzu: „Trotzdem sind unsere Arbeitsumstände selten der einzige Grund für unsere Erschöpfung. Die Ursprünge chronischer oder wiederkehrender Erschöpfung sind in der Regel komplexer. Äußere und innere Faktoren können dabei eine Rolle spielen. Manchmal sind wir auch selbst schlechte Chefs und haben Haltungen verinnerlicht, die uns schaden.“</p>
<p><strong>Der negative innere Monolog ist weit verbreitet</strong></p>
<p>Die aktuelle Burnout-Kultur beruht auf alten, tiefsitzenden Überzeugungen zu Zeit und Produktivität, die uns auch dann beeinflussen, wenn wir nicht für jemand anderen arbeiten. Anna Katherina Schaffner erläutert: „Nicht selten sind wir auch deshalb so ausgelaugt, weil wir unsere Energie in einem inneren psychologischen Krieg verschleißen, also in Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen mit konträren Zielen und Werten.“ In Anna Katherina Schaffners Kopf gab es beispielsweise eine unfreundliche Stimme, die pausenlos infrage stellte, was sie erreichte, und ihre Erfolge in den Dreck zog. </p>
<p>Die quälende innere Stimme ist weit verbreitet und unter den verschiedensten Namen bekannt: innerer Kritiker, grausames Über-Ich, innerer Dämon oder Saboteur, Richterinstanz oder negativer innerer Monolog. Anna Katherina Schaffner ergänzt: „Ganz egal, welchen Namen wir dieser Instanz geben – das Gute ist, dass es Strategien gibt, ihre kraftraubende Wirkung zu reduzieren und unsere Energie stattdessen nach außen zu richten, um sie für die Menschen und Projekte einzusetzen, die uns am Herzen liegen.“ Quelle: „Erschöpft“ von Anna Katherina Schaffner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Zweifel am eigenen Ich ist allgegenwärtig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 02:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff des Stresses ist nichts anderes als ein Code dafür, dass man viele Menschen von klein auf vermisst, vergleicht und auf ihre Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit und Geschwindigkeit hin prüft. Joachim Bauer stellt fest: „Die existenzielle Frage, die uns, dem modernen, entfremdeten Menschen heute den Schlaf raubt, ist nicht – die eigentlich wichtigste aller Fragen –, wer wir sind, sondern ob wir gut genug sind.“ Der Zweifel an der eigenen Person, der den Kern der Entfremdung ausmacht, trifft einen Menschen nicht nur von außen, er sitzt auch in seinem Inneren. Denn die meisten Menschen haben die Maßstäbe der äußeren Welt verinnerlicht, obwohl sie ihnen das Leben oft genug nur zur Qual machen. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-5273"></span></p>
<p><strong>Der Gang in die Höhle des Löwen kann zu einem Burnout führen</strong></p>
<p>Die Natur hat gegen die Not des modernen Menschen ein Angebot parat. Sie ist insoweit empathisch und gibt den Menschen damit Grund, zu sich selbst empathisch zu sein. Joachim Bauer erklärt: „Der Zweifel, der von außen und vom eigenen Inneren her an uns nagt, bewirkt, dass wir uns klein und schlecht fühlen. Im Bemühen, dieser Situation zu entkommen, neigt der Mensch zu Reaktionen, von denen einige den Nachteil haben, dass sie das subjektive Lebensgefühl weiter verschlechtern und schließlich krank machen.“ </p>
<p>Eine der Reaktionsweisen ist der Gang in die Höhle des Löwen. Damit meint Joachim Bauer den Versuch, sich den gestellten Anforderungen mit allen Kräften gewachsen zu zeigen und dabei bis an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit zu gehen. Menschen, die diesen Weg wählen, landen, wenn die Kräfte erschöpft sind, im Burnout oder in einer Depression. Joachim Bauer fügt hinzu: „Sie werden oft auch psychosomatisch krank und erleiden stressbedingte körperliche Erkrankungen.“ </p>
<p><strong>Einsamkeit verkürzt die Lebenszeit</strong></p>
<p>Ein anderer, alternativer Modus ist der Rückzug, geleitet von der Hoffnung, dass man, wenn man andere nicht an sich heranlässt, auch weniger gesehen und – schlecht – bewertet wird. Abgesehen davon, dass diese Rechnung nicht immer aufgeht, bezahlt man den sozialen Rückzug mit dem Preis der Einsamkeit. So verständlich das Motiv, die eigenen Nerven schonen zu wollen, auch ist. Auch die Einsamkeit ist mit einem stark erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden und verkürzt die Lebenszeit. </p>
<p>Ein dritter Modus ist der Versuch, das als zu klein und unbedeutend erlebte, gepeinigte Selbst aufzublasen. Joachim Bauer erläutert: „Der quälenden Verwundbarkeit und Vergänglichkeit des Menschen wird mit aller Macht der Gegenentwurf eines aufgeblasenen Größen-Selbst entgegengestellt.“ Narzisstische Menschen versuchen, ihre Mitmenschen zu unterwerfen und sich die gesamte übrige Realität so zurechtzubiegen, dass sie zu dem grandiosen Selbstbild passt.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Angst und Panik sind in Deutschland sehr präsent</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2020 06:18:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Angst und Panik sind heutzutage bei vielen Menschen allgegenwärtig und verstärken sich noch durch die aktuelle und medial hochgekochte Furcht vor Terroranschlägen, Finanzkrisen oder Flüchtlingswellen. Angst und Panik sind ebenso wie Depressionen und Burn-out heute keine psychischen Ausnahmetrips mehr, sondern sind sehr präsent. Sie sind ein öffentliches Thema und damit in der Wahrnehmung als Phänomen der Gegenwart schon fast hingenommen und akzeptiert. Richard Schneebauer schränkt allerdings ein: „Betrifft es jedoch einen selbst, fühlen sich dieses Zustände sicher nicht mehr so „normal“ an. Die meisten Betroffenen tun sich nach wie vor&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst und Panik sind heutzutage bei vielen Menschen allgegenwärtig und verstärken sich noch durch die aktuelle und medial hochgekochte Furcht vor Terroranschlägen, Finanzkrisen oder Flüchtlingswellen. Angst und Panik sind ebenso wie Depressionen und Burn-out heute keine psychischen Ausnahmetrips mehr, sondern sind sehr präsent. Sie sind ein öffentliches Thema und damit in der Wahrnehmung als Phänomen der Gegenwart schon fast hingenommen und akzeptiert. Richard Schneebauer schränkt allerdings ein: „Betrifft es jedoch einen selbst, fühlen sich dieses Zustände sicher nicht mehr so „normal“ an. Die meisten Betroffenen tun sich nach wie vor schwer, sich diese Gefühlszustände einzugestehen, darüber zu reden oder sind bereit, die Hintergründe genauer zu beleuchten. Vor allem wir Männer!“ Dr. Richard Schneebauer ist Soziologe und seit 17 Jahren in der Männerberatung tätig. <span id="more-2383"></span></p>
<p><strong>Männer haben scheinbar alles im Griff</strong></p>
<p>Lange Zeit galten besonders Frauen als die „psychisch Anfälligen“. Was da Männer sogar im Namen der Wissenschaft als krankhaft und hysterisch einstuften, hat nicht wenige Frauen in eine Nervenheilanstalt und um ihr Lebensglück gebracht. Frauen galten und gelten auch als die Gejagten, die verzweifelt versuchen, zwischen Herd, Büro und Kindererziehung den beruflichen Anschluss nicht zu verlieren. Die Männer haben mittlerweile stark aufgeholt, was Vereinbarkeitsstress, Burn-out, Depressionen, Angst- und Panikattacken betrifft.</p>
<p>Männer sind ständig am Tun, am Manchen, am Anpacken, unterwegs auf ihrer persönlichen Mission. Richard Schneebauer erklärt: „Tun gehört zum Leben und wir alle lernen auch vor allem darüber! Vieles muss man schlicht tun. Das bringt Bewegung, Dynamik, ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben, loslegen, losgehen, Action, Abenteuer, ein Gefühl von Sinnstiftung. Ich tue – also bin ich, ich arbeite – also verdiene ich Geld. Ich leiste etwas – also bekomme ich Anerkennung, ich mache – also habe ich alles im Griff.“</p>
<p><strong>Die größte Gefahr für Macher ist eine Art Tunnelblick</strong></p>
<p>Dieses Machen, Anpacken, immer etwas tun müssen, kommt in der Regel in Kombination mit der Lösungsfixiertheit von Männern daher. Gerade Männer überschätzen die Belohnungen, die ihnen das Tun in Aussicht stellt. Sie sind gefährdet, sich im Erledigen von Aufgaben und Pflichten zu verlieren. Im Aktivitätsmodus wollen sie nicht gestört werden, fertigen andere ab, um bei der Sache bleiben zu können. Kein Hindernis soll sie von einer zu erledigenden Sache abbringen. Diese Eigenschaft ist eine der größten Stärken und gleichzeitig eine der größten Schwächen vieler Männer.</p>
<p>Die Stärken dieser Umsetzungsqualitäten liegen auf der Hand: Nicht das lange Reden, sondern das Tun bringt vieles in Gang. Besonders beeindruckend zeigt sich das beispielsweise bei Männern, die mit Sachverstand und mit der Kraft ihrer Hände arbeiten. Im zwischenmenschlichen Bereich erweist sich diese Qualität allerdings oft als hinderlich. Die große Gefahr für den Macher, den Umsetzer, den unermüdlichen Anpacker ist eine Art Tunnelblick, ein eingeengt sein, auf das kurzfristig umzusetzende Ziel, ohne den Prozess, das Gegenüber, das Links und Rechts im Auge zu haben, ohne die Übersicht über sich und die Auswirkungen seines Tuns auf andere im Blick zu haben. Quelle: „Männerabend“ von Richard Schneebauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Burn-out-Syndrom umfasst drei Komponenten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2020 06:13:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[Um zu klären, dass ein Mensch nicht ausgebrannt, sondern vor allem selbstverloren ist, muss man zunächst das Burn-out-Syndrom klären. Die Psychologin Christina Maslach hat viel dazu beigetragen, dem Burn-out-Syndrom auf die Spur zu kommen. Ihren Studien zufolge sind daran maßgelblich drei Komponenten beteiligt. Georg Milzner kennt sie: „Zum einen muss die Person eine ungewöhnliche, ja dramatische Erschöpfung erleben. Ihre Ressourcen scheinen aufgebraucht, Müdigkeit und Konzentrationsmangel sind häufig, der Schlaf bietet kaum ausreichend Erholung und ist oft zudem gestört.“ Es ist diese Komponente, bei der die Metapher des Ausgebranntseins am häufigsten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um zu klären, dass ein Mensch nicht ausgebrannt, sondern vor allem selbstverloren ist, muss man zunächst das Burn-out-Syndrom klären. Die Psychologin Christina Maslach hat viel dazu beigetragen, dem Burn-out-Syndrom auf die Spur zu kommen. Ihren Studien zufolge sind daran maßgelblich drei Komponenten beteiligt. Georg Milzner kennt sie: „Zum einen muss die Person eine ungewöhnliche, ja dramatische Erschöpfung erleben. Ihre Ressourcen scheinen aufgebraucht, Müdigkeit und Konzentrationsmangel sind häufig, der Schlaf bietet kaum ausreichend Erholung und ist oft zudem gestört.“ Es ist diese Komponente, bei der die Metapher des Ausgebranntseins am häufigsten andockt. Die zweite Komponente betrifft die Arbeit. Sie wird eigentümlich distanziert wahrgenommen, oft kommen kalte Ironie und Zynismus dazu. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2167"></span></p>
<p><strong>Burn-out-Betroffene erleben sich selbst nicht als effektiv Handelnde</strong></p>
<p>Das freudlose Lachen vieler vom Burn-out-Syndrom Betroffener vergisst man nicht leicht, wenn man es einmal gehört hat. Was Georg Milzner am meisten erschreckt, ist der Umstand, dass die zynische Haltung nicht nur die Arbeit selbst betrifft, sondern auch Personen, die mit dieser Arbeit zu tun haben. Wer die Arbeit mit Burn-out-Betroffenen kennt, der weiß, dass vor der Entwicklung der zynischen Haltung oftmals ein ungewöhnlicher Idealismus, eine besonders ausgeprägte Motivation zu beobachten war.</p>
<p>Zudem erleben Burn-out-Betroffene sich selbst nicht als effektiv Handelnde. Dies ist der dritte von Christina Maslach bestimmte Faktor. Oftmals haben die Betroffenen den Eindruck, alles versucht zu haben, und sind dennoch gescheitert. Psychologen sprechen in so einem Fall von einer fehlenden Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Der New Yorker Psychoanalytiker Herbert Freudenberger beschrieb schon in den 1970er Jahren erstmals die Symptome. Dabei stellte er, der sich als chronisch überlastet empfand, einen Bezug zu seinen eigenen Leben her.</p>
<p><strong>Für Michael Winterhoff ist die Überforderung ein Mythos</strong></p>
<p>Der Psychiater Michael E. Harrer zum Beispiel vertritt die Ansicht, dass Burn-out primär aus Überforderung resultiert. Dazu kommt ein Bedürfnis nach Stressreduzierung und Entschleunigung. Folgerichtig empfiehlt er Achtsamkeitsübungen. Diese vermögen die Stresssymptome wie auch allzu große Hektik zu korrigieren. Herbert Freudenberger hätte dem zugestimmt. Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff meint dagegen, dass die gegenwärtig vielfach beschworene Überforderung ein Mythos sei. Man hat es, so Michael Winterhoff, eher mit einer abnormen Empfindlichkeit gegenüber dem Leistenmüssen zu tun.</p>
<p>In der Tat kann man nicht so einfach behaupten, dass Menschen in der westlichen Welt unter der Last ihrer Arbeit zusammenbrechen müssten. Jedenfalls nicht, wenn man die hier bestehenden Bedingungen mit denen vergleicht, die in ungleich ärmeren Ländern herrschen. Nicht bei jedem vom Burn-out Betroffenen kann man also von Überforderung sprechen. Inzwischen kennt die Forschung die körperlichen Folgen von Überforderung sehr genau: Es sind jene, die man auch Stresserkrankungen nennt. Dazu zählen Muskelverspannungen, Bluthochdruck und Herzprobleme, um nur einige zu nennen. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Perfektionisten sind stark von einem Burn-out bedroht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2018 07:08:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer häufiger wird die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen als Ursache für einen Burn-out gesehen. Klaus Biedermann erläutert: „Man hat festgestellt, dass es vor allem diejenigen trifft, die hohe Ansprüche an sich selbst haben: Menschen, die alle Aufgaben perfekt erledigen wollen und gleichzeitig nicht selten ein schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl haben.“ Sie trauen sich selbst eher wenig zu und können mit Kränkungen, Enttäuschungen oder Frust nicht gut umgehen. Ihnen fehlen geeignete Bewältigungsstrategien. Gleichzeitig möchten sie von allen geliebt und akzeptiert werden. Sie haben ein großes Bedürfnis nach Harmonie und schaffen es nur selten,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer häufiger wird die Persönlichkeitsstruktur eines Menschen als Ursache für einen Burn-out gesehen. Klaus Biedermann erläutert: „Man hat festgestellt, dass es vor allem diejenigen trifft, die hohe Ansprüche an sich selbst haben: Menschen, die alle Aufgaben perfekt erledigen wollen und gleichzeitig nicht selten ein schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl haben.“ Sie trauen sich selbst eher wenig zu und können mit Kränkungen, Enttäuschungen oder Frust nicht gut umgehen. Ihnen fehlen geeignete Bewältigungsstrategien. Gleichzeitig möchten sie von allen geliebt und akzeptiert werden. Sie haben ein großes Bedürfnis nach Harmonie und schaffen es nur selten, Nein zu sagen. Darüber hinaus tun sich meist schwer damit, Kompromisse einzugehen oder Aufgaben abzugeben. Dr. phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-1826"></span></p>
<p><strong>Aus Fehlern kann man sehr viel lernen</strong></p>
<p>Oft leiden Menschen, bei denen die Gefahr eines Burn-outs besteht, unter dem Gefühl, sich stark zu verausgaben, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten. Klaus Biedermann ergänzt: „Viele haben nicht genügend sachliche und emotionale Distanz zu ihrer Arbeit. Sie identifizieren sich sehr stark mit ihrem beruflichen Erfolg; Misserfolge treffen sie bis ins Mark.“ Manche Fehler verzeihen sie sich nicht, da ihnen ihr hoher Anspruch an Perfektion im Wege steht. Dabei ist es gar nicht so schlimm Fehler zu machen, da man aus ihnen sehr viel lernen kann. </p>
<p>Immer den gleichen Fehler zu machen, zeugt allerdings von geringer Reflexionsfähigkeit. Es gibt genügend neue, die man begehen kann. Wer hinfällt, sollte aufstehen und einfach weitermachen. Alle erfolgreichen Menschen haben Fehler gemacht und aus ihnen gelernt. Wenn man als Kind allerdings ständig ermahnt worden ist, nur nichts falsch zu machen, ist man irgendwann ängstlich – und damit festgefahren. Was heute falsch ist, kann morgen richtig sein – das Leben ändert sich ständig. Wer Fehler macht, kann sich dadurch möglicherweise über seinen wahren Wert und seine Begabungen klar werden. Daraus entsteht Selbstbewusstsein. </p>
<p><strong>In der Niederlage kann man den Sinn im Leben finden</strong></p>
<p>Die medizinisch gesehen korrekte Diagnose für einen Burn-out lautet „latente Depression oder Erschöpfungssyndrom“. Diese hat aber eher den negativen Beigeschmack der Überforderung: Man hat es „nicht geschafft“. Dagegen hat die Diagnose Burn-out etwas Positives: Die Hemmschwelle, jemanden davon zu erzählen, ist wesentlich geringer als zuzugeben, dass man eine Depression hat. Burn-out ist weniger tabuisiert, genießt oft sogar gesellschaftliche Anerkennung. Irgendwann ist das Ego bei einem Burn-out an einen Punkt gelangt, an dem es nicht mehr kann. Es gibt auf – aber dies ist für den Betroffenen auch eine Chance. </p>
<p>Klaus Biedermann weiß: „Aus diesem Moment der Niederlage kann man erwachen und den Sinn im Leben finden.“ Klassische Behandlungen dagegen versuchen die Symptome zu behandeln. Der Arzt wird vielleicht zu einer Auszeit raten, ein wenig Sport an der frischen Luft empfehlen oder seinen Patienten zu einer mehrwöchigen Kur schicken. Die Krux daran ist: Wenn der Betroffene dem Rat der Ärzte folgt und einige Zeit zu Hause bleibt, sind die Ursachen keineswegs behoben. Ein auf Karriere ausgerichteter Mensch kann auf diese Weise erst recht eine handfeste Depression entwickeln. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Bei Burn-out gibt es mehr als 130 Symptome</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2017 12:04:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[Weltweit wird an Verfahren gearbeitet, um Burn-out präzise diagnostizieren zu können. Doch die Wissenschaftler sind sich untereinander nicht einig. Mehr als 130 Symptome wurden bislang festgestellt – eine klare medizinische Definition des Begriffes fehlt bis heute. Klaus Biedermann erklärt: „Burn-out wird im ICD-10, der internationalen Klassifikation der Erkrankungen, nach wie vor nicht als eigenständiges Krankheitsbild geführt. Dr. Manfred Lütz spricht da eher von einer Befindlichkeitsstörung.“ Wie immer man dieses Phänomen auch nennen mag – inzwischen leiden Millionen Menschen daran. Allein in Deutschland schätzt man die Zahl der Betroffenen auf neun&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit wird an Verfahren gearbeitet, um Burn-out präzise diagnostizieren zu können. Doch die Wissenschaftler sind sich untereinander nicht einig. Mehr als 130 Symptome wurden bislang festgestellt – eine klare medizinische Definition des Begriffes fehlt bis heute. Klaus Biedermann erklärt: „Burn-out wird im ICD-10, der internationalen Klassifikation der Erkrankungen, nach wie vor nicht als eigenständiges Krankheitsbild geführt. Dr. Manfred Lütz spricht da eher von einer Befindlichkeitsstörung.“ Wie immer man dieses Phänomen auch nennen mag – inzwischen leiden Millionen Menschen daran. Allein in Deutschland schätzt man die Zahl der Betroffenen auf neun Millionen. Mehreren Untersuchungen zufolge gehört fast ein Drittel aller Ärzte dazu. Dr. phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-1752"></span></p>
<p><strong>Die Schulmedizin betrachtet den menschlichen Körper vornehmlich als Maschine</strong></p>
<p>Falsch behandelt oder lange ignoriert kann Burn-out zu permanenter Berufsunfähigkeit und Invalidisierung mit all ihren zerstörenden Konsequenzen für das soziale wie berufliche Leben führen, in manchen Fällen auch zum Suizid. Bei fast allen traditionellen Behandlungsmethoden versucht der Arzt, das Problem einzukreisen, indem er seinem Patienten Fragen zu den Symptomen stellt. Was folgt, ist eine Diagnose, die ungefähr so ausfallen kann: „Nach allem, was ich gehört habe, handelt es sich hier um eine Depression.“ </p>
<p>Und schon ist der Patient mit einem Etikett versehen, das er nur sehr schwer wieder loswird. War er bis dahin nicht depressiv, so wird er es jetzt vielleicht aufgrund der Diagnose. Klaus Biedermann weiß: „Die suggestive Macht von Menschen in weißen Kitteln ist nicht zu unterschätzen – im positiven wie im negativen Sinne.“ In der klassischen Schulmedizin gibt es eine klare Trennung: „Ich bin hier der Doktor, beobachte dich dort und beschreibe, wie ich dich beobachte. Dann gebe ich dir mein Rezept.“ Dieser Ansatz schaut sich den menschlichen Körper vornehmlich als Maschine an. </p>
<p><strong>Geist und Körper sind untrennbar miteinander verbunden</strong></p>
<p>Der Mensch ist aber kein lineares System und als solches nicht vorhersagbar. Klaus Biedermann erläutert: „Mit dem Ursache-Wirkung-Prinzip kommt man hier nicht weit.“ Noch nie ist nur der Körper in eine Arztpraxis gekommen – Geist und Seele waren immer dabei, und mehr noch, die Systeme in denen dieser Mensch lebt und von denen er ein Teil ist, ebenfalls. Alles ist untrennbar miteinander verbunden. Das bedeutet: Alle Phänomene, die sich im Geist abspielen, finden ebenfalls auf der körperlichen Ebene statt und sind dort sogar unmittelbar beobachtbar, spürbar und messbar. </p>
<p>Man braucht dabei nur an das Erröten zu denken, wenn man sich schämt, oder das Zittern vor Angst. Klaus Biedermann stellt fest: „Der Arzt stellt also seine Diagnose aus seinem eigenen Modell der Wirklichkeit heraus. Das Dumme ist nur, dass auch der Patient ein Modell hat, nämlich seines.“ Er hat Gewohnheiten verinnerlicht, die er auch dann beibehält, wenn sie zu gesundheitlichen Problemen führen. Das heißt, Arzt und Patient können nur gemeinsam an der Heilung einer Krankheit arbeiten. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Vinzens Mansmann unterscheidet zwölf Phasen des Burn-out</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2017 05:20:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burn-out]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[Vinzenz Mansmann unterscheidet zwölf Phasen der Erschöpfung bei Burn-out. Zuerst einmal ist da der Drang nach Anerkennung und übertriebener Ehrgeiz. Der Betroffen erfüllt seine Aufgaben mit sehr großer Begeisterung. Allerdings überfordert er sich oftmals dabei un setzt sich zu hohe Ziele. Dazu kommt eine übertriebene Leistungsbereitschaft. Vinzenz Mansmann erklärt: „Um den eigenen Ansprüchen zu genügen, wird noch mehr Energie aufgebracht und alles dafür getan, den Ansprüchen doch noch gerecht zu werden. Das Gefühl, unersetzbar zu sein, steigt. Deshalb werden kaum Aufgaben abgegeben und Arbeitsentlastung findet kaum statt.“ Drittens blendet der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vinzenz Mansmann unterscheidet zwölf Phasen der Erschöpfung bei Burn-out. Zuerst einmal ist da der Drang nach Anerkennung und übertriebener Ehrgeiz. Der Betroffen erfüllt seine Aufgaben mit sehr großer Begeisterung. Allerdings überfordert er sich oftmals dabei un setzt sich zu hohe Ziele. Dazu kommt eine übertriebene Leistungsbereitschaft. Vinzenz Mansmann erklärt: „Um den eigenen Ansprüchen zu genügen, wird noch mehr Energie aufgebracht und alles dafür getan, den Ansprüchen doch noch gerecht zu werden. Das Gefühl, unersetzbar zu sein, steigt. Deshalb werden kaum Aufgaben abgegeben und Arbeitsentlastung findet kaum statt.“ Drittens blendet der Betroffene seine eigenen Bedürfnisse aus. In dieser Phase tritt das Verlangen nach Ruhe, Schlaf und Regeneration immer weiter in den Hintergrund. Häufig nimmt der Konsum von Alkohol, Nikotin und Kaffee zu. Dr. med. Vinzenz Mansmann (*1955) ist Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, und Experte für Burnout-Therapie und Stressbewältigung. <span id="more-1729"></span></p>
<p><strong>Warnsignale werden zunehmend ignoriert</strong></p>
<p>In der vierten Phase kommt es zu Ausblendungen von Warnsignalen und zu Überforderung. Dadurch häufen ich Unzuverlässigkeit und Fehler im Arbeitsalltag. Danach kommt es zu einer verzerrten Wahrnehmung der Realität. Alle Grundsätze verlieren an Wert: Freundschaften und berufliche Kontakte, die vorher eher Entlastung und Unterstützung waren, werden nunmehr als Belastung empfunden. Die Wahrnehmung wird reduziert auf ein Minimum. Probleme in der eigenen Beziehung treten auf. </p>
<p>Die nächste Phase zeichnet sich dadurch aus, dass erste Beschwerden ausgeblendet werden. Die Probleme häufen sich im Leben des Betroffenen und auch körperliches Unbill wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Angst setzen ein. Jedoch werden diese Warnsignale ignoriert oder es wird ihnen kaum Beachtung geschenkt. Gleich darauf beginnt die Rückzugsphase: Hoffnungslosigkeit breitet sich aus und verdrängt alle positiven Gefühle. Alkohol und Medikamente dienen nun häufiger zur Ablenkung. Das soziale Umfeld wird als Bedrohung angesehen und als überfordernd empfunden. </p>
<p><strong>Im letzten Stadium kommt es zur totalen Erschöpfung</strong></p>
<p>Anschließend baut sich eine Beratungsresistenz auf. Vinzenz Mansmann weiß: „Der Betroffene wird unflexibel im Denken und schränkt sich immer mehr ein, was sein eigenes Verhalten anbelangt. Kritik wird komplett zurückgewiesen und als Angriff auf die eigene Persönlichkeit empfunden. Er zieht sich immer weiter zurück.“ In der neunten Phase kommt es zur Entfremdung. Jetzt fühlt sich der Erkrankte sich selbst gegenüber fremd. Es kommt ihm vor, als würde er nur noch automatisch wie ein Roboter funktionieren, ohne freien Willen. </p>
<p>Anschließend tritt eine innere Leere auf. Mutlos und erschöpft versucht der Betroffene seinen Alltag zu meistern. Angst und Panikattacken verfolgen ihn. Mitunter versucht er, seine Probleme mit Kauftouren und Fressorgien zu kompensieren. In der elften Phase treten Depressionen auf. Dauerhafte Verzweiflung und Niedergeschlagenheit stellen sich ein. Andere Erkrankungen wie Magersucht können auftreten. In der letzten Phase kommt es zur totalen Erschöpfung. Die andauernde geistige und körperliche Müdigkeit beeinflusst das gesamte Leben. Das Immunsystem ist geschwächt, die Selbstmordgefahr ist in diesem Stadium am höchsten. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus D. Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Stress verletzt die Grundbedürfnisse eines Menschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 06:41:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Dr. Jürgen Gosda, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychiatrie und Chefarzt der Psychosomatischen Fachklinik in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn), erklärt: &#8222;Burn-out ist eine neue Diagnose, die es eigentlich in der medizinischen Nomenklatur gar nicht gibt. Aber sie hört sich besser an als Depression.&#8220; Wenn einem Menschen alles zu viel wird, er keine Zeit mehr zur Entspannung und Erholung findet und am liebsten im Bett liegen bleiben würde, dann hätte man in früheren Zeiten von einer Depression gesprochen. Von Burn-out sind häufig Menschen betroffen, die Altruisten oder Perfektionisten sind, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Jürgen Gosda, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychiatrie und Chefarzt der Psychosomatischen Fachklinik in Simbach am Inn (Landkreis Rottal-Inn), erklärt: &#8222;Burn-out ist eine neue Diagnose, die es eigentlich in der medizinischen Nomenklatur gar nicht gibt. Aber sie hört sich besser an als Depression.&#8220; Wenn einem Menschen alles zu viel wird, er keine Zeit mehr zur Entspannung und Erholung findet und am liebsten im Bett liegen bleiben würde, dann hätte man in früheren Zeiten von einer Depression gesprochen. Von Burn-out sind häufig Menschen betroffen, die Altruisten oder Perfektionisten sind, die jedem alles recht machen möchten und zuallerletzt an sich und ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche denken. Jürgen Gosda stellt fest: &#8222;Hier setzt eine Spirale ein, die zu Burn-out führen kann. Denn wenn Stress überhandnimmt, können sich Betroffene nicht mehr abgrenzen.&#8220; <span id="more-1693"></span></p>
<p><strong>Ein Gefühl von Kontrolle ist gut für die Psyche</strong></p>
<p>Jürgen Gosda fährt fort: „Dabei ist Stress eine Verletzung menschlicher Grundbedürfnisse. Auch in meiner Klinik in Simbach am Inn hat es eine enorme Entwicklung von Burn-out-Betroffenen gegeben.“ Gab es in seiner Anfangszeit vor zwanzig Jahren zwölf Betten, sind es mittlerweile 170 Betten. Dass die Patienten immer mehr werden, ist für Jürgen Gosda kein Rätsel. So werde durch die Globalisierung und Digitalisierung der Leistungsdruck immer größer, zum anderen bröckeln heute gesellschaftliche Sicherungssysteme. </p>
<p>Zum Beispiel wächst auch die innere Angst der Menschen, ihren Arbeitsplatz und damit ihre gesicherte Existenz zu verlieren. Mit der Wortschöpfung Salutogenese (lat. salus = Gesundheit, Heil, Glück und griech. génesis = Entstehung, Entwicklung) hat der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923 bis 1994) in den 70er Jahren die Frage nach den Entstehung von Gesundheit und psychischer Widerstandskraft gestellt und festgestellt: Je mehr sich Menschen engagieren und das Gefühl von Kontrolle in ihrem Leben haben, desto besser geht es ihnen psychisch. </p>
<p><strong>Jeder sollte einen Sinn in seinem Leben finden</strong></p>
<p>Jürgen Gosda, der auf Antonovskys Studien auch bei der Behandlung seiner Patienten setzt, erläutert: „Wenn man etwas beeinflussen kann und nicht allem nur passiv ausgesetzt ist, dann geht es den Menschen besser. Auch wenn sie sich klarmachen, ob sie etwas als Bedrohung sehen oder als Herausforderung.“ Wichtig ist auch die Selbstaufmerksamkeit: Menschen, die genau spüren, wie es ihnen innerlich ergeht, und die eine gute Selbstwahrnehmung haben, tappen nicht so schnell in die Burn-out-Falle. </p>
<p>Ebenso bedeutsam wie die körperliche Fitness und die soziale Eingebundenheit ist als letzter Punkt in Antonovskys Studien die Sinndimension. Jürgen Gosda weiß aus langjähriger Erfahrung: „Das ist auch bei unseren Therapien eine zentrale Frage. Kann ich dem Leben einen Sinn abgewinnen? Damit müssen sich die Betroffenen auseinandersetzen. Grundsätzlich rät der Experte Burn-out-Gefährdeten, sich zunächst ihrem Hausarzt anzuvertrauen, denn viele von ihnen hätten heute gute psychosomatische Kenntnisse. Für sinnvoll erachtet der Psychosomatiker heute eine ambulante Kurzzeittherapie von zehn bis 25 Stunden: „Ergeben sich hierbei tiefgreifende Probleme, ist eine stationäre Behandlung anzuraten.“ Quelle: Passauer Neue Presse</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Wege führen vom Burn-Out zum Burn-In</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jun 2017 05:55:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem Buch „Burn-In statt Burn-Out“ vertritt Klaus Biedermann die These, dass Arbeitsüberlastung und Tempodruck nicht zwangsläufig zu einem Zusammenbruch führen. Vielmehr sind es fehlende Sinnhaftigkeit und Fremdbestimmung im Privatleben und im Beruf sowie der Verlust an Werten. Daneben haben viele Menschen die Fähigkeit verloren, sich zu entspannen und positiv wahrzunehmen, was früher oder später zu einem Kollaps führt. Statt innerlich auszubrennen, gilt es, im positiven Sinn für etwas zu brennen. Dazu kann es hilfreich sein, das eigene Leben mit allem, was einen Menschen als Persönlichkeit ausmacht, infrage zu stellen.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Buch „Burn-In statt Burn-Out“ vertritt Klaus Biedermann die These, dass Arbeitsüberlastung und Tempodruck nicht zwangsläufig zu einem Zusammenbruch führen. Vielmehr sind es fehlende Sinnhaftigkeit und Fremdbestimmung im Privatleben und im Beruf sowie der Verlust an Werten. Daneben haben viele Menschen die Fähigkeit verloren, sich zu entspannen und positiv wahrzunehmen, was früher oder später zu einem Kollaps führt. Statt innerlich auszubrennen, gilt es, im positiven Sinn für etwas zu brennen. Dazu kann es hilfreich sein, das eigene Leben mit allem, was einen Menschen als Persönlichkeit ausmacht, infrage zu stellen. Klaus Biedermann rät die ausgetretenen Pfade zu verlassen, und neue Perspektiven zu entdecken und erstmalige Erfahrungen zu sammeln. Dr. phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-1669"></span></p>
<p><strong>Niemand anderer als man selbst erzeugt Stress</strong></p>
<p>Klaus Biedermann weiß, dass der Weg zur Heilung so vielfältig sein kann wie die betroffenen Menschen unterschiedlich sind. Sämtliche Verfahren, die Klaus Biedermann in seinem Buch beschreibt, hat er selbst ausgeübt, einige praktiziert er noch immer und viele sind Bestandteil seiner Burn-In-Seminare. Auch der Stress, der in der heutigen Zeit vielen Menschen schwer zu schaffen macht, kommt ganz individuell daher. Und Stress hat nie in erster Linie mit den Umständen zu tun, sondern damit, wie man diese betrachtet und mit ihnen umgeht.</p>
<p>Klaus Biedermann schreibt: „Zunächst muss man sich eines wichtigen Umstandes bewusst werden: Niemand anderer als man selbst erzeugt jenen Stress. Dafür verantwortliche Faktoren sind die persönliche Sichtweise der Dinge, die eigenen Ängste wie auch die Art und Weise, mit bestimmten Situationen umzugehen.“ Im ersten Teil seines Buches beschreibt der Autor unter anderem die Phasen eines Burn-out und seine Behandlungsformen.</p>
<p><strong>Autogenes Training ist als wirkungsvolle Stressprävention anerkannt</strong></p>
<p>Im zweiten Abschnitt fokussiert sich Klaus Biedermann auf seine bevorzugten Lösungen wie die Kundalini-Meditation, Tai-Chi-Chuan, Autogenes Training und Transzendentale Meditation. Autogenes Training kann zum Beispiel jederzeit im Alltag praktiziert werden und schenkt binnen kurzer Zeit innere Ruhe und körperliche wie auch seelische Entspannung. Autogenes Training ist als wirkungsvolle Stressprävention anerkannt. Viele Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten an einem solchen Entspannungskurs.</p>
<p>Eine andere Form der Entspannung ist Meditation in Bewegung: Tai-Chi-Chuan ist die Kunst, sich im Einklang mit der Natur zu bewegen. Klaus Biedermann erklärt: „In einem fließenden Ablauf von Schritten und Gesten wird die Grundübung des Tai-Chi-Chuan ausgeführt, um den Körper anmutig, leicht und geschmeidig durch den Raum zu bewegen. Im stillen Dahinfließen der Bewegung wird der Geist aufmerksam und klar. Die Sinne werden geschärft.“ Man kann Tai-Chi unter den verschiedensten Aspekten trainieren, sei es zum Stressabbau, für innere Ausgeglichenheit oder besser Konzentrationsfähigkeit.</p>
<p><strong>Burn-In statt Burn-Out<br />
Wie Sie in Balance bleiben<br />
Klaus D. Biedermann<br />
Verlag: Echnaton<br />
Gebundene Ausgabe: 271 Seiten, Auflage: 2016<br />
ISBN: 978-3-937883-79-3, 19,95 Euro</strong></p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bei der Achtsamkeit spielt Transzendenz keine Rolle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2017 09:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Achtsamkeit heißt die aktuelle Antwort auf Burn-out und Stress. Die neu entdeckte Innerlichkeit soll Menschen dazu bringen, sich dem Wesentlichen im Leben zuzuwenden – ist aber oft nur der Esoterik-Chic einer erschöpften Leistungselite. Achtsamkeit ist das Wort der Zeit. So wie in Burn-out alles Bedrohliche einer anstrengend gewordenen Welt mitschwingt, so atmet Achtsamkeit bereits alles, was fehlt und doch ersehnt wird. Es geht um Dinge, die lange an allen möglichen Orten eine Rolle spielten, nur nicht im Job. Um Sinnsuche und Sinnfragen, um Meditation, Spiritualität und inneres Leid. Dinge, für&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Achtsamkeit heißt die aktuelle Antwort auf Burn-out und Stress. Die neu entdeckte Innerlichkeit soll Menschen dazu bringen, sich dem Wesentlichen im Leben zuzuwenden – ist aber oft nur der Esoterik-Chic einer erschöpften Leistungselite. Achtsamkeit ist das Wort der Zeit. So wie in Burn-out alles Bedrohliche einer anstrengend gewordenen Welt mitschwingt, so atmet Achtsamkeit bereits alles, was fehlt und doch ersehnt wird. Es geht um Dinge, die lange an allen möglichen Orten eine Rolle spielten, nur nicht im Job. Um Sinnsuche und Sinnfragen, um Meditation, Spiritualität und inneres Leid. Dinge, für die traditionell die Kirchen zuständig waren, Psychotherapeuten, Freunde und vielleicht der Barmann im Hotel. Aber bestimmt nicht der Chef. Das Wort Achtsamkeit ist eine Übersetzung aus der buddhistischen Literatur: Satipatthana oder Smrti-Upasthana. <span id="more-1589"></span></p>
<p><strong>Stress ist die Zivilisations- und Berufskrankheit schlechthin</strong></p>
<p>Es geht darum, bewusst die eigenen Empfindungen wahrzunehmen; das was im Körper vorgeht und sich im Bewusstsein abspielt. Im Zentrum steht die Wahrnehmung des Einatmens und Ausatmens. Die Konzentration auf Atem und Selbstwahrnehmung soll helfen, aus Denkmustern und emotionalen Verhaltensrastern auszubrechen. Man kann es Meditation nennen, wenn man mag. Buddhisten suchen einen Weg zur Erleuchtung. Die westliche Variante der Achtsamkeit ist eine radikal verweltlichte. Transzendenz spielt keine Rolle. Ziel ist es, besser mit Stress oder auch Schmerzen und Krankheiten umzugehen.</p>
<p>Es ist kein Zufall, dass die Achtsamkeit gerade jetzt einen Boom erlebt. Stress ist die Zivilisations- und Berufskrankheit schlechthin. Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich manchmal oder häufig gestresst. Von 15 Fehltagen im Job pro Kopf und Jahr entfallen zweieinhalb auf psychische Erkrankungen. Die Vermischung von Arbeit und Privatleben verkürzt die Phasen der Entspannung oder zerstört sie ganz. Erstaunlich dabei ist, dass auch Unternehmen diesen eigenartig entkernten Buddhismus für sich entdecken.</p>
<p><strong>Aus dem Einüben des Loslassens wird ein Kult der Selbstoptimierung</strong></p>
<p>Atemübungen, Body-Scan und Yoga gehören in vielen Unternehmen inzwischen so selbstverständlich zum Gesundheitsprogramm wie Fitnesskurse und Salatbuffet. Ein Workshop bei Google über die Achtsamkeit hat zum Beispiel das Ziel aus unsensiblen Chefs mitfühlende Führungskräfte zu machen und aus gestressten Mitarbeitern kreativere, leistungsfähigere, kur: erfolgreichere Menschen. Wer das Seminar verfolgt, hat den Verdacht, dass Aufmerksamkeit auch deshalb boomt, weil sie auf eine verunsicherte Gesellschaft trifft.</p>
<p>Der Beobachter sieht Führungskräfte, die es für notwendig halten, ihre Gefühle einzuhegen und Mitarbeiter, die sich einerseits für defizitär halten und andererseits für überlegen, weil sie beschlossen haben, an sich zu arbeiten. Aus dem Einüben des Loslassens wird so ein Kult der Selbstoptimierung. In einer Welt, die sich durch eine große Unübersichtlichkeit auszeichnet, scheint auch Kontrolle wichtig zu sein. Digital, ökonomisch und politisch. Der Soziologe Hartmut Rosa nennt das sogenannte „Steigerungsspiel“ das dominierende Gefühl der Gegenwart: „Damit wir im nächsten Jahr noch denselben Platz in der Welt haben, müssen wir ständig zulegen.“ Quelle: Der Spiegel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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