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	<title>Belohnungen &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Belohnungen blockieren die Motivation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2017 07:47:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Menschen handeln immer sinnvoll. Ihr Handeln ist in jedem Augenblick voller Sinn. Aus ihrer Sicht. Mag es aus der Sicht eines anderen noch so verrückt aussehen. Aus ihrer eigenen Perspektive ist es wichtig und richtig, so zu handeln. Die Strategie „Belohnen“ und „Bestrafen“ kümmert sich nicht um Gründe. An dem Warum ist sie nicht interessiert. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Sie will Anpassung.“ Oft wird deshalb nicht getan, was sinnvoll ist, sondern was belohnt wird. Belohnungen verführen Menschen dazu, auch etwas völlig Sinn- und Freudloses zu tun, wenn nur die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Menschen handeln immer sinnvoll. Ihr Handeln ist in jedem Augenblick voller Sinn. Aus ihrer Sicht. Mag es aus der Sicht eines anderen noch so verrückt aussehen. Aus ihrer eigenen Perspektive ist es wichtig und richtig, so zu handeln. Die Strategie „Belohnen“ und „Bestrafen“ kümmert sich nicht um Gründe. An dem Warum ist sie nicht interessiert. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Sie will Anpassung.“ Oft wird deshalb nicht getan, was sinnvoll ist, sondern was belohnt wird. Belohnungen verführen Menschen dazu, auch etwas völlig Sinn- und Freudloses zu tun, wenn nur die Belohnung hoch genug ist. Die Belohnung bestimmt, was zu tun ist. Das erzeugt gegenüber der Sache selbst eine Haltung der Gleichgültigkeit und des Desinteresses. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-1578"></span></p>
<p><strong>Durch Belohnungen stirbt die Kreativität</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger betont: „Belohnungen blockieren also, was sie zu fördern vorgeben: Motivation, die sich auf die Sache selbst richtet. Belohnungen machen einen Menschen nur vorübergehend leistungsbereiter. Sie rufen aber keine dauerhafte Bindung an ein Handeln hervor. Und was immer übersehen wird: Sie verändern die Art und Weise des Engagements. Wenn Menschen belohnt werden, neigen sie dazu, genau so viel zu tun, wie nötig ist, um belohnt zu werden.</p>
<p>Sie konzentrieren sich dann auf den schnellsten Weg, ihr Ziel zu erreichen, schauen kaum mehr nach links oder rechts, spielen nicht mehr mit Möglichkeiten, lassen Chancen ungenutzt. Sie ignorieren alles, dessen Bedeutung für den Erhalt der Belohnung nicht offensichtlich ist. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Kurz: Was bei Belohnungen zuerst stirbt, ist unsere Kreativität, unsere Neugier, unsere spielerische Freude am Tun – das Gefühl, in gewisser Hinsicht unser eigener Boss zu sein.“ Damit reduziert man seine Fähigkeiten.</p>
<p><strong>An Belohnungen denkende Menschen bevorzugen Sicherheit</strong></p>
<p>Aus vernetzt denkenden Menschen werden Erfüllungsgehilfen für Teilziele. Damit entspricht man nicht mehr seinen Möglichkeiten, sondern ausschließlich den Erwartungen anderer. Die Konsequenzen sind weitreichend: Man kündigt innerlich. Man lebt nicht mehr sein eigenes Leben, sondern das des Belohners. Man lässt sich betätigen und andere entscheiden. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Wenn uns eine Belohnung in Aussicht gestellt wird, dann erleben wir die Aufgabe als etwas, das zwischen uns und der Belohnung steht: ein notwendiges Übel, eine Hürde.</p>
<p>Viele Menschen entwickeln zum Teil eine enorme Kreativität, um eine Belohnung auf dem schnellsten Weg zu erreichen. Sie bevorzugen einfache Aufgaben, und lassen komplexe, schwierigen Aufgaben beiseite. Langfristige, qualitativ anspruchsvolle Problemstellungen umgehen sie. Und meiden das Risiko. Je mehr ein Mensch an die Belohnung denkt, desto mehr Sicherheit will er. Hochkreativ auch solcher Art, dass Menschen, um die Belohnung zu erhalten, Ergebnisse manipulieren, zu offenkundig unmoralischen oder sogar illegalen Mitteln greifen. Quelle: „Die Entscheidung liegt bei dir!“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Für Belohnungen ist jeder empfänglich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 08:35:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen haben sich daran gewöhnt, dass die Energie für ihr Handeln von außen kommt. Sie sind daher damit vertraut, sich fremdsteuern zu lassen. Und es scheint ja auch zu funktionieren. Sporttrainer sind Motivationskünstler, Lehrer motivieren Schüler und Chefs ihre Mitarbeiter. Prämien gibt es für besonderen beruflichen Einsatz. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Der Staat lockt mit Steuervorteilen und erhöhtem Kindergeld junge Paare in die Elternschaft. Und die Ehefrauen der besten Verkäufer erhalten einen Pelzmantel, damit sie ihren Gatten morgens aus dem Haus jagen.“ Bringt der Ehemann nicht die gewünschte Leistung,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen haben sich daran gewöhnt, dass die Energie für ihr Handeln von außen kommt. Sie sind daher damit vertraut, sich fremdsteuern zu lassen. Und es scheint ja auch zu funktionieren. Sporttrainer sind Motivationskünstler, Lehrer motivieren Schüler und Chefs ihre Mitarbeiter. Prämien gibt es für besonderen beruflichen Einsatz. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Der Staat lockt mit Steuervorteilen und erhöhtem Kindergeld junge Paare in die Elternschaft. Und die Ehefrauen der besten Verkäufer erhalten einen Pelzmantel, damit sie ihren Gatten morgens aus dem Haus jagen.“ Bringt der Ehemann nicht die gewünschte Leistung, bleibt die Belohnung als Lockmittel: „Das wäre Ihr Preis gewesen … vielleicht das nächste Mal …“ Für Belohnungen ist jeder empfänglich. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-1496"></span></p>
<p><strong>In der Erziehung reagiert das Prinzip der „positiven Verstärkung“</strong></p>
<p>Lob und Komplimente hört auch jeder gern. In der Erziehung gilt das Prinzip der „positive Verstärkung“. So geben beispielsweise viele Eltern ihren Kindern Geld für gute Noten. Rabatte hier, Bonuszahlungen dort. Wettbewerbe und Ranglisten sollen anspornen. Preisausschreiben locken mit attraktiven Gewinnen. Aus dem sozialistischen „Helden der Arbeit“ ist der kapitalistische „Mitarbeiter des Monats“ geworden. Autofahrern schenkt der Staat Geld, wen sie einen Diesel fahren.</p>
<p>Ehepaare bleiben formal zusammen, weil der Steuervorteil sie aneinander kettet. Und die Kirchen versprechen den Menschen einen Platz auf der himmlischen Ehrentribüne, wenn sie auf Erden artig sind. In der Ehe und Partnerschaft ist es nicht anders. Nur funktioniert die Mechanik dort nicht unter der Rubrik „Motivierung“ oder „Erziehung“, sondern unter „Liebe“. Liebesversprechen und Liebesentzug sind die subtilen Steuerungsinstrumente, mit denen die Partner wechselseitig versuchen, den anderen den eigenen Ansprüchen anzupassen.</p>
<p><strong>Anreize bewegen zu gewünschtem Verhalten</strong></p>
<p>Es ist für Reinhard K. Sprenger unbestreitbar, dass man Menschen über irgendwelche Anreize zu einem erwünschten Handeln „bewegen“ kann. Legionen von Forschern stellen die zentrale Frage der Motivierung: „Wie schaffe ich es, dass der andere tut, was ich will?“ Die zigtausend Antworten lassen sich auf sechs Worte reduzieren: „Tu dies, dann bekommst du das.“ Nach diesem Muster funktioniert das System der Motivierung, das das gesamten Zusammenleben, das Erziehungssystem und das Wirtschaftsleben bis ins Mark durchdringt.</p>
<p>Es überwuchert das Leben als allgegenwärtiger Konformitätsdruck und bevormundender steuerstaatlicher Eingriff in die Privatheit. Es ist das Denk- und Steuerungsmodell der Gesellschaft überhaupt. Auf der Negativseite ist Bestrafen die Hauptstrategie, um einen fremden Willen gefügig zu machen: „Wenn du dich nicht so verhältst, wie ich es möchte, kriegst du Ärger!“ Die Wirksamkeit dieser Strategie hängt davon ab, ob Strafen zur Verfügung stehen, die so viel Gewicht besitzen, dass die Betroffenen es vorziehen, das gewünschte Verhalten zu zeigen. Quelle: „Die Entscheidung liegt bei dir!“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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