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	<title>Bauchgefühl &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Der erste Gedanke ist nicht immer der beste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2019 04:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Menschen haben Bauchgefühle, ohne dabei zu wissen wie diese eigentlich funktionieren. In den 1980er-Jahren begann man endlich den Mechanismus der Intuition wissenschaftlich genauer zu erforschen. Zu dieser Zeit erschien auch das populäre Sachbuch des kanadischen Autors Malcolm Gladwell „Blink! Die Macht des Moments“. John Barg weiß: „Dessen Grundthese lautet, dass unser erster Gedanke in ... <a title="Der erste Gedanke ist nicht immer der beste" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-erste-gedanke-ist-nicht-immer-der-beste.html" aria-label="Mehr Informationen über Der erste Gedanke ist nicht immer der beste">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Menschen haben Bauchgefühle, ohne dabei zu wissen wie diese eigentlich funktionieren. In den 1980er-Jahren begann man endlich den Mechanismus der Intuition wissenschaftlich genauer zu erforschen. Zu dieser Zeit erschien auch das populäre Sachbuch des kanadischen Autors Malcolm Gladwell „Blink! Die Macht des Moments“. John Barg weiß: „Dessen Grundthese lautet, dass unser erster Gedanke in der Regel unser bester Gedanke ist, das heißt, dass intuitive Reaktionen, die keine bewusste Reflexion erfordern, verlässlicher und nützlicher sind als jene, die aus Selbstbefragung und Grübelei hervorgehen.“ Das stimmt allerdings nur bis zu einem bestimmten Grad. Einer der wichtigsten Gründe, warum sich das Unbewusste entwickelte, war die „Einschätzung“, vor allem zum Zweck der Beurteilung anderer Menschen. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2018"></span></p>
<p><strong>Das Bauchgefühl kann in die Irre führen</strong></p>
<p>Im Lauf der Evolution haben die Menschen gelernt, über andere Personen und Situationen blitzschnell zu urteilen und fundierte Vermutungen anzustellen, um entscheiden zu können, ob man bleiben kann oder fliehen soll. Manchmal treffen diese unmittelbaren Einschätzungen sehr genau zu, manchmal liegen sie weit daneben. John Bargh ergänzt: „Bei der Entscheidung, ob wir jemanden trauen sollen oder nicht, dürfen wir einen wichtigen Punkt nicht übersehen: Unsere moderne Welt unterscheidet sich grundlegend von der, in der sich der Apparat für unsere unbewussten Urteile entwickelt hat.“</p>
<p>Genau wie bei der unbewussten Entscheidungsfindung gilt auch hier: Je mehr eine momentane Situation den Bedingungen ähnelt, mit denen die Vorfahren der heutigen Menschen in ihrer Welt konfrontiert waren, desto genau wird einen das Bauchgefühl lenken. Doch wenn die Situation eine andere ist – und es gibt tatsächlich einige bemerkenswerte Unterschiede –, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass einen das Bauchgefühl in die Irre führt.</p>
<p><strong>Negative Bauchgefühle gegenüber anderen Ethnien sollte man ignorieren</strong></p>
<p>Viele Menschen teilen ihre Mitmenschen sehr schnell in die Kategorien „wir“ und „sie“ ein. Sogar Babys und Kleinkinder haben automatische unbewusste Präferenzen für ihre eigene Gruppe und negative Empfindungen gegenüber Menschen aus anderen sozialen Gruppen. John Bargh stellt folgende Faustregel vor: „Wenn unser spontanes Bauchgefühl gegenüber einer Person anderer Hautfarbe oder Ethnie negativ ist, sollten wir es ignorieren.“ Solche Reaktionen sind entweder ein Überrest der evolutionären Vergangenheit oder ein Produkt der Kultur mittels der frühkindlichen Sozialisation und der Massenmedien.</p>
<p>Besonders den Menschen, die sich deutlich von einem selbst unterscheiden, muss man eine Chance geben, indem man hinter die oberflächlichen Aspekte blickt und sein Urteil über sie auf ihr tatsächliches Verhalten gründen. Daraus folgt eine weitere Faustregel: „Wir sollten unserer Einschätzung anderer Menschen allein anhand ihres Gesichts oder von Fotos nicht trauen, solange wir nicht mit ihnen direkt zu tun hatten.“ Denn die Evolution hat die Menschen nicht mit der Fähigkeit ausgestattet, Persönlichkeitsmerkmale aus statischen Abbildungen oder allein aus Gesichtszügen herauszulesen. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bauchgefühl und Reflexion bilden ein gutes Team</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2019 08:24:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bauchgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Allgemeinen sind viele Menschen geneigt, ihren Eingebungen und Ahnungen zu trauen. Warum ist das so? John Bargh erläutert: „Prinzipiell aus demselben Grund, aus dem wir unseren Sinnen trauen. Informationen, die uns mühelos und auf natürliche Weise zu Bewusstsein kommen, ohne dass wir versuchen sie zu ergründen oder auf sie Mühe verwenden, scheinen wahr und ... <a title="Bauchgefühl und Reflexion bilden ein gutes Team" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/bauchgefuehl-und-reflexion-bilden-ein-gutes-team.html" aria-label="Mehr Informationen über Bauchgefühl und Reflexion bilden ein gutes Team">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Allgemeinen sind viele Menschen geneigt, ihren Eingebungen und Ahnungen zu trauen. Warum ist das so? John Bargh erläutert: „Prinzipiell aus demselben Grund, aus dem wir unseren Sinnen trauen. Informationen, die uns mühelos und auf natürliche Weise zu Bewusstsein kommen, ohne dass wir versuchen sie zu ergründen oder auf sie Mühe verwenden, scheinen wahr und einfach da zu sein.“ Dabei gilt: Je anstrengender ein bestimmter Gedanke auftaucht, ohne dass man versucht hat, ihn herbeizuführen, desto höher schätzt man seinen Wert und desto weniger bezweifelt man seine Wahrheit. Der Mensch ist darauf programmiert, seinen Sinnen zu vertrauen, ohne sie anzuzweifeln. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-1997"></span></p>
<p><strong>Mindere Ziele verlangen kein großes Risiko</strong></p>
<p>Auch wenn viele Menschen dazu neigen, ihren Eingebungen und Ahnungen nicht zu trauen, wissen sie, dass sie falsch sein und in die Irre führen können. Das Bauchgefühl nicht anzuzweifeln, kann manchmal dazu führen, dass man auf die Nase fliegt. Also stellt John Bargh zwei Grundregeln auf, wann man seinem Bauchgefühl trauen soll: „Regel Nr. 1: Sichern Sie Ihr Bauchgefühl zumindest mit ein wenig bewusster Überlegung ab, sofern Ihnen dafür Zeit bleibt.“</p>
<p>Bewusstes und unbewusstes Denken haben unterschiedliche Stärken und Schwächen und wenn möglich beides zu nutzen, ist die beste Vorgehensweise. John Bargh erklärt: „Regel Nr. 2: Bleibt Ihnen keine Zeit zum Nachdenken, dann lassen Sie sich von Ihrem Bauchgefühl nicht verleiten, für mindere Ziele große Risiken einzugehen.“ Entscheidungsforscher schätzen in der Regel Eingebungen und Ahnungen nicht so sehr und neigen dazu, die bewusste Reflexion als edlen Ritter darzustellen, der zur Rettung des irrtumsanfälligen Bauchgefühls heranprescht.</p>
<p><strong>Unbewusste Entscheidungen können bewussten überlegen sein</strong></p>
<p>Aber auch edlen Rittern können Fehler unterlaufen. Ja, man kann seine Entscheidungen zu wenig, aber auch zu viel durchdenken, sodass gerade die bewussten Überlegungen diejenigen sind, die einen Menschen auf Abwege führen. Die psychologische Wissenschaft war lange davon ausgegangen, dass Urteile und Entscheidungen nahezu bewusste Aktivitäten sein. Neuere Forschungsergebnisse haben allerdings gezeigt, dass die Urteile selbst unbewusst gefällt werden können, in einem Zeitfenster, in dem das bewusste Denken durch etwas ganz anderes abgelenkt wird.</p>
<p>Und nicht nur das – noch provokativer war die Schlussfolgerung, dass die Resultate der unbewussten Entscheidungsprozesse oft den bewusst gefällten Urteilen überlegen waren. Schon Sigmund Freud hatte in „Die Traumdeutung“ geschrieben: „Die kompliziertesten Denkleistungen sind ohne Mittun des Bewusstseins möglich.“ Heute weiß man: Unbewusste Entscheidungen sind meist besser, wenn es sich um ein komplexes Urteil handelt und viele verschiedene Dimensionen oder Aspekte mit einbezogen werden müssen. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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