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	<title>Amok &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Die Trias des Schreckens ist gnadenlos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amok]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den schwerwiegendsten Verbrechen, die heute nichts an Aktualität verloren haben, zählen Amok, Terror und Massaker. Die Begriffe überschneiden sich klar und werden meist unscharf gebraucht, obwohl sie sich erheblich unterscheiden. Reinhard Haller stellt fest: „Deshalb ist eine exakte Differenzierung der drei Unterformen dieser Trias des Schreckens erforderlich.“ Als Faustregel gilt, dass Amoktäter in vielen ... <a title="Die Trias des Schreckens ist gnadenlos" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-die-boese-trias.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Trias des Schreckens ist gnadenlos">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den schwerwiegendsten Verbrechen, die heute nichts an Aktualität verloren haben, zählen Amok, Terror und Massaker. Die Begriffe überschneiden sich klar und werden meist unscharf gebraucht, obwohl sie sich erheblich unterscheiden. Reinhard Haller stellt fest: „Deshalb ist eine exakte Differenzierung der drei Unterformen dieser Trias des Schreckens erforderlich.“ Als Faustregel gilt, dass Amoktäter in vielen Fällen schwere psychische Störungen aufweisen, wohingegen Terroristen an keinen Behinderungen oder psychotischen Erkrankungen leiden. Bei Massakristen ist als auffälligster Befund meist nur deren psychische Unauffälligkeit zu finden. Unter Amok wird nach einer WHO-Definition eine plötzliche, willkürliche, nicht provozierte Gewaltattacke mit mörderischem oder zumindest erheblich zerstörerischen Verhalten und häufigem Umschlag in eine suizidale Reaktion verstanden. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2755"></span></p>
<p><strong>Amok verläuft in drei Stadien</strong></p>
<p>Obwohl der Begriff aus der malaiisch-indonesischen Kultur stammt, stellt die klassische „Raserei“ in interkulturelles Phänomen dar. Amok tritt typischerweise als einzelne Episode auf. Sie wird meist amnesiert und verläuft in drei Stadien, die in einem schlafähnlichen Zustand mit totaler Erschöpfung und Erstarrung oder in der Selbsttötung enden. Amokartiges Verhalten kommt fast ausschließlich bei Männern vor, als Risikoalter gilt die Phase zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Amokläufer leiden häufig an schweren psychischen Störungen. Beispielsweise an hirnorganisch verursachten Dämmerzuständen, an Wahnerkrankungen und pathologischen Räuschen, aber auch an narzisstischen Kränkungen und tranceartigen Zuständen. </p>
<p>Fast immer kann eine belastende Vorgeschichte mit emotionalen Zurückweisungen, Beleidigungen, Mobbing oder anderen kritischen Lebensereignissen nachgewiesen werden. Als typische Amok-Persönlichkeiten gelten nachgiebige und gehemmte, aber auch empfindliche und narzisstische sowie leicht erregbare Charaktere. Amok, also das „blindwütige Agieren“, ist ein zeitloses Phänomen. Bei den fälschlich als Schulamok bezeichneten Anschlägen handelt es sich nicht um diese pathologische Form, sondern vielmehr um ein geplantes Massaker. </p>
<p><strong>Terrorismus ist der kalkulierte Einsatz von Gewalt</strong></p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Der Terrorismus ist ein zunehmendes häufiger auftretendes Phänomen mit frühen historischen Wurzeln.“ Er wird definiert als eine „Gewaltaktion gegen eine politische, religiöse oder soziale Ordnung, um eine Wendung zu erzwingen“. Terrorismus ist der kalkulierte Einsatz von Gewalt, um Aufmerksamkeit zu erregen. Bei den Tätern handelt es sich meist um eine kleine Gruppe mit hierarchischer Gliederung. Der Terrorismus weist viele Überlappungen mit der organisierten Kriminalität und dem Sektenwesen auf.</p>
<p>Die Motive des Terrorismus liegen in nationalistischen, ideologischen, zum Teil sogar staatlich geförderten Ideen. Der Terrorismus ist eingebunden in einen soziokulturellen oder religiösen Kontext. Das Wesen des Terrorismus verändert sich bei wandelnden Bedingungen und globalen Konstellationen dramatisch. Heute sind vor allem die suizid-terroristischen Attacken angestiegen, das heißt, die Täter nehmen den eigenen Tod bewusst in Kauf. Im Gegensatz zum klarer werden Bild von der Psyche der Amokläufer konnten über jene der Terroristen erst in jüngster Zeit fundierte Erkenntnisse gewonnen werden. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Unvorhersagbarkeit ist potenziell gefährlich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Feb 2020 08:11:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Amok]]></category>
		<category><![CDATA[Andersartigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen haben Angst vor der Dunkelheit, da sie nicht wissen, was sich in ihr verbirgt. Julia Shaw weiß: „Es ist das Unvorhersehbare, vor dem wir uns fürchten. Bei Menschen, die anders denken als wir, fragen wir uns, was sie als nächstes tun werden. Wir können ihre Gedanken und erst recht ihre Denkweise nicht verstehen.“ ... <a title="Unvorhersagbarkeit ist potenziell gefährlich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/unvorhersagbarkeit-ist-potenziell-gefaehrlich.html" aria-label="Mehr Informationen über Unvorhersagbarkeit ist potenziell gefährlich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen haben Angst vor der Dunkelheit, da sie nicht wissen, was sich in ihr verbirgt. Julia Shaw weiß: „Es ist das Unvorhersehbare, vor dem wir uns fürchten. Bei Menschen, die anders denken als wir, fragen wir uns, was sie als nächstes tun werden. Wir können ihre Gedanken und erst recht ihre Denkweise nicht verstehen.“ Die meisten Menschen mögen diese Art von Unvorhersagbarkeit nicht. Ordnung und Kontrolle vermitteln ein Gefühl der Sicherheit. Unvorhersagbarkeit ist potenziell gefährlich. Dass viele Menschen psychische Erkrankungen stigmatisieren, ist nichts Neues, doch es ist ein hartnäckiges, verheerendes Vorurteil. Eine der auffälligsten Verhaltensweisen, die sie gegenüber psychisch Kranken an den Tag legen, ist, Abstand zu ihnen zu wahren: sowohl sozial als auch psychisch. Julia Shaw forscht am University College London im Bereich der Rechtspsychologie, Erinnerung und Künstlicher Intelligenz. <span id="more-2146"></span></p>
<p><strong>Es gibt kaum etwas Extremeres als Amok laufende Kinder</strong></p>
<p>Einige Forscher vertreten die Auffassung, dass das Stigma, mit dem psychisch Kranke belegt werden, als eine „zweite Krankheit“ betrachtet werden kann. Wegen der Art, wie sie von anderen behandelt werden, leiden psychisch Kranke oft auch unter gesteigerter Angst und vermehrtem Stress und haben eine geringere Lebensqualität. Selbst Kinder, die scheinbar „anders“ sind, werden manchmal für gefährlich gehalten. Auf der anderen Seite gibt es kaum etwas Extremeres als Kinder, die tatsächlich Gewalt ausüben, indem sie etwa an Schulen Amok laufen.</p>
<p>Die meisten Amokläufer, die in der Regel Jungen sind, leiden an ernsthaften psychischen Problemen, einschließlich Schizophrenie, klinische Depression und Persönlichkeitsstörungen. Forscher stellten jedoch auch fest, dass es eine Reihe anderer Risikofaktoren gab, von denen aber keiner für besonders problematisch gehalten wurde. Trotz ihrer Nähe zu den Todesschützen glaubten weder die Eltern noch ihre Lehrer, dass bei diesen Personen ein hohes Risiko bestand, gewalttätig zu werden, schon gar nicht auf so verheerende Weise, wie es dann geschah.</p>
<p><strong>Die Psyche von Gewaltopfern wird enorm belastet</strong></p>
<p>Obwohl Amokläufe an Schulen, vor allem in den Vereinigten Staaten, zu oft geschehen, sind sie statistisch gesehen noch immer eine Seltenheit. Das macht es schwierig, sie zu analysieren und genau zu verstehen, was Kinder zu diesen entsetzlichen Entscheidungen verleitet. Doch erste Untersuchungen scheinen darauf hinzudeuten, dass psychische Erkrankungen nicht der Hauptgrund sind; sie sind vielmehr Teil einer ganzen Reihe von Problemen wie Isolation, Mobbing, fehlende elterliche Unterstützung, Drogenmissbrauch und leichter Zugang zu Waffen.</p>
<p>Julia Shaw erläutert: „Wenn wir über das Böse sprechen, ergreifen wir normalerweise Partei für das Opfer und sehen den Schaden aus dessen Perspektive.“ Das Opfer von Gewalt zu werden, kann enorm belastend sein. Wenn ein Täter die Tat, wie vom Opfer wahrgenommen, tatsächlich genießt, dann tut sich eine unüberbrückbare Kluft auf. Hier hat man es dann wirklich mit dem zu tun, was man das Böse nennt. Quelle: „Böse“ von Julia Shaw</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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