Einen liebenden Menschen kann man an seinem Blick erkennen

In der Phase der psychosexuellen Entwicklung verändert sich laut Rotraud A. Perner die Phallizität, die Nachahmungs- und Zeigelust des Kindes, hin zu den ersten Äußerungsformen von Liebhaben. Als Beispiel nennt Rotraud A. Perner eigene Zeichnungen oder Bastelarbeiten. Deswegen ist das auch das Alter, in dem Kinder unendlich viel vom Kindergarten profitieren können, wenn dort wirklich kreativ-pädagogisch gearbeitet wird. Liebe hat viel mit Zeit zu tun, mit Hetzerei und Verzögerung. Beides kann einem Zwang von außen unterliegen, aber ebenso auf freiwilliger Basis praktiziert werden. Rotraud A. Perner ist Juristin, Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und absolvierte postgraduale Studien in Soziologie und evangelischer Theologie. Ihr aktuelles Buch heißt  „Die reuelose Gesellschaft“ und ist im Residenz Verlag erschienen.

Vorschulische Förderung fördert die optische Aufmerksamkeit

Ohne vorschulische Förderung wird das Kind erst in der Schulzeit zur optischen Aufmerksamkeit erzogen. Kleine Kinder, aber nur noch die wenigsten Erwachsenen, haben noch die offenen großen Augen, wie sie auch bei Puppen verwendet werden. Viele Erwachsene halten diesen vertrauensvollen oder auch leidvollen Blick solcher Augen im Kopf.

In kaum einem Bereich des menschlichen Verhaltens prallen Missverständnisse, Unterstellungen, Manipulationsversuche und Legendenbildungen so hart aufeinander wie im Bereich der Sexualität. Das liegt unter anderem daran, dass jeder, der einmal Geschlechtsverkehr hatte, sich für einen Experten auf diesem Gebiet hält. Rotraud A. Perner fügt hinzu: „Wenn man durch das Teleskop der Zeit blickt, kann man Pendelbewegungen zwischen Zeiten der sexuellen Enthemmung und Zeiten der Sexualunterdrückung erkennen.“

Von Hans Klumbies

 

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