Es gibt verschiedene Spielarten der Empathie

Bei der emotionalen Empathie schließt sich ein Mensch mit seinen Gefühlen einem anderen Menschen an – welche Tonart von Freude oder Trauer der andere auch mitmacht, sie halt im mitfühlenden Körper wider. Die kognitive oder emotionale Empathie führt dagegen nicht zwangsläufig zu Sympathie oder zur Sorge um das Wohlergehen des anderen. Bei einer Onlinediskussion kann man andere Menschen nur danach beurteilen, was sie sagen. Online sind die Menschen auf die kognitive Empathie angewiesen, jene Form des Gedankenlesens, mit deren Hilfe Schlüsse darüber gezogen werden, was im Kopf eines anderen vorgeht.

Menschen können die Gefühle anderer erkennen

Die Schaltkreise im Gehirn, mit deren Hilfe die Menschen über ihre eigenen Gedanken und Gefühle nachdenken können, versetzen sie auch in die Lage, die gleichen Überlegungen über den Geist anderer Menschen anzustellen. Das Wissen, dass andere Menschen ihre eigenen Gefühle, Wünsche und Motive haben, veranlasst jemanden sich zu überlegen, was ein anderer vielleicht denkt und will.

Von Hans Klumbies

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